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Renaissanceschloss Ponitz

Renaissanceschloss Ponitz
Altenburg countryside Mitglied im Tourismusverband Altenburger Land e.V.
Museen für Vielseitige, Kulturliebhaber, Genießer, Aktive, Schüler und Familien, Budget

Der früheste Zeitpunkt der Besiedelung der Gemeinde Ponitz liegt im Dunkel der Geschichte. Bereits Funde aus der Ur- und Frühgeschichte aus der Umgebung von Ponitz weisen das Pleißetal als Siedlungsgebiet aus.

Kontakt

Förderverein Renaissanceschloss Ponitz e.V.
Vereinsvorsitzender: Dr. Roland Mehlig
Gößnitzer Str. 2
04639 Ponitz
Telefon:  03447 586429
Mail:  fv [at] schloss-ponitz [dot] de
Web:  www.renaissanceschloss-ponitz.de
Renaissanceschloss Ponitz

Details

Der früheste Zeitpunkt der Besiedelung der Gemeinde Ponitz liegt im Dunkel der Geschichte. Bereits Funde aus der Ur- und Frühgeschichte aus der Umgebung von Ponitz weisen das Pleißetal als Siedlungsgebiet aus.

Von besonderer Bedeutung waren die Siedlungen der Slawen, die auf ihrer Wanderung von Ost nach West auch dieses Gebiet berührten und der Siedlung ihren Namen gaben.

Der früheste bekannte urkundliche Nachweis eines Herren von Ponitz ist in einer Urkunde zu finden, die den Erwerb der Vogteirechte über die Kirche Remse betrifft. In dieser Urkunde aus dem Jahre 1254 wurden als Zeugen Hugo de Zygilheim, Heinricius de Cophungen, Otto de Winckel, Friedericus de Ponicz und Hugoldus de Alhamstorph benannt.

Diese Urkunde ist leider nicht mehr im Original vorhanden, sondern nur noch in einer Kopie des 16. Jahrhunderts.

Die Herren von Ponicz wurden 1409 durch die Herrschaft von Wissinbach (Weissenbach) abgelöst, die bis 1418 ansässig waren.

Von 1418 bis 1568 gehörte das Rittergut den Herren von Ende.

Heinrich von Ende verkaufte das Schloss 1568 für 30 000  rheinische Gulden an Abraham von Thumbshirn. Abraham von Thumbshirn war Rat des Kurfürsten August von Sachsen und Hofmeister der Kurfürstin Anna. Als Visitator der Kurfürstlichen Vorwerke verfasste er auch eine ökonomische Schrift: „Oeconomia, oder nothwendiger Unterricht vom Haushalten".

Unter Abraham von Thumbshirn begann mit hoher Wahrscheinlichkeit 1568 der Umbau des Schlosses im Stil der Renaissance, in dem  es heute noch erhalten ist. Der Abschluss der Bauarbeiten erfolgte 1574. Diese Jahreszahl wurde in die Säule des Foyers eingemeißelt.

1643 wurde Wolfgang Conrad von Thumbshirn, der berühmteste dieses Geschlechts im 17. Jahrhundert, von Herzog Friedrich Wilhelm dem II. von Sachsen-Altenburg mit Ponitz beliehen.
W. C. v. Thumbshirn wurde 1639 als Hof- und Justizrat in Altenburg angestellt, wo er, besonders in diplomatischen Geschäften erprobt, bis zum Geheimrat und Kanzler stieg. Von 1647 bis1649 leitete er, während der Friedensverhandlungen zur Beendigung des 30-jährigen Krieges, das Directorium im evangelischen Fürstenrathe zu Osnabrück. Als fürstlicher Bevollmächtigter hat er am 14. Oktober 1648 das „instrumentum pacis“, den Friedensvertrag von Münster und Osnabrück, mit unterzeichnet. Damit fand eine lange Leidenszeit in ganz Europa ein friedliches Ende, das von allen Menschen mit Freude begrüßt wurde.

Wolfgang Conrad von Thumbshirn starb am 24. November 1667 in Altenburg. Nach seinem Tod gingen die Besitzungen auf seinen ältesten Sohn über, der 1711 ohne Leibeserben starb. Mit ihm erlosch die männliche Linie der Familie Thumbshirn.

Gesamterben waren seine übrigen Schwestern und Schwesterkinder:

Johanne Katharina verw. von Göchhausen, geb. Pflugk

Dorothea Felicitas von Tümpling, geb. Pflugk

Dorothea Felicitas, geb. von Thumbshirn

Christiane Sophie, geb. von Thumbshirn

Sie beerbten ihren Bruder und Onkel nach Stämmen zu gleichen Teilen.

Nach verschiedenen Veränderungen innerhalb der Erbengemeinschaft wurde Dorothea Felicitas verw. von Zehmen, geb. von Thumbshirn 1725 mit Ponitz beliehen.

Nach ihrem Tod 1728 kam das Rittergut Ponitz in den gemeinschaftlichen Besitz ihrer Töchter Dorothea Elisabeth, verw. von Schönberg und Christiane Sibylle, verehel. Edle von der Planitz. 1744 verstarb Dorothea Elisabeth, verw. von Schönberg. Damit fiel das Erbe der Schwester zu. Sie wurde 1745 damit beliehen und übte den Besitz bis zu ihrem Tod 1754 aus.

Nach dem Tod der Mutter zahlten die drei Söhne ihre Schwestern bzw. deren Kinder entsprechend einer bereits 1735 getroffenen Erbvereinbarung aus.

Gottlob Heinrich Edler von der Planitz übernahm Ponitz allein und wurde 1756 damit beliehen. Durch verschiedene Umstände geriet der Eigentümer in finanzielle Probleme, die ihn nötigten, 1767 alle seine dienstlichen Stellungen aufzugeben und die zu einer dreijährigen Sequestration führten.

1770 erwarb Karl Aemilius von Uechteritz bei einer öffentlichen Versteigerung das Rittergut Ponitz mit Zubehör und sämtlichem Inventarium und erhielt es gemeinsam mit seiner Frau Dorothea Christiane, geb. von Oppel, im gleichen Jahr in Lehn.

Im Mai 1775 wurde ihr Sohn Karl Siegesmund Aemilius von Uechteritz mit Ponitz beliehen.

Bereits  im Oktober 1776 erhielten Gottlob Freiherr von Beust  und dessen Frau Susanne Christiane Henriette von Beust, geb. Born das Lehn an Ponitz. 1786 trat Gottlob Freiherr von Beust die ihm zustehende Hälfte an seine Frau erb- und eigenthümlich ab. Christiane Henriette starb 1811 und vererbte Ponitz an ihre vier Söhne: Heinrich Gottlob -, Karl Leopold -, Traugott Friedrich - und Ernst August, Grafen und Herren zu Beust, welche 1811 damit beliehen wurden.

In der Folge übernahm Traugott Friedrich Graf und Herr von Beust für 118 000 Taler das Anwesen allein.

Für die gleiche Summe verkaufte Graf von Beust das Rittergut 1821 an den Kaufmann und Spitzenherrn, Herrn Erdmann Rudolph Stölzel aus Eibenstock und dessen Frau Christiane Sophie, geb. Bankwitz aus Schmölln, die im gleichen Jahr das Lehn erhielten.

1865 erbte Seraphine Oehler das Rittergut von ihrem Vater Erdmann Rudolph Stölzel. Nach ihrem Tod  1867 lebte von ihren drei Söhnen nur noch der jüngste, David Gereon Oehler, welcher ihr im Besitz folgte. Unter ihm verlor das Rittergut seine reichen Schätze an Urkunden und historischen Schriftstücken durch Verkauf als Makulatur und zu gemeinem Gebrauch.

Nach seinem Tod 1868 erbte das Gut seine kinderlos hinterlassene Witwe, Auguste Marie  geb. Harnisch, welche in zweiter Ehe Carl Heinrich Hennings, Kaufmann in Meerane, heiratete und am 23. Februar 1872 starb, wenige Wochen nach ihr auch ihr neugeborenes Kind. Daher beerbte sie ihr Ehemann, der den Besitz im Mai 1877 seinem Schwager, dem Fabrikbesitzer Carl Oskar Schmieder in Meerane überließ.

1906 kaufte Hermann Mälzer aus Frankenhausen von Carl Oskar Schmieder  das 200 ha große Rittergut Ponitz mit Schloss und Wirtschaftsgebäuden. Dazu gehörte auch eine Spiritusbrennerei.

Am 1. Juli 1908 hielt die Familie Mälzer Einzug in Ponitz und bewirtschaftete diesen landwirt-schaftlichen Großbetrieb bis zur Enteignung im Rahmen der Bodenreform 1945.

Seit 1945 befindet sich der Rittergutskomplex einschließlich des Schlosses in der Verwaltung der Gemeinde Ponitz.

 

Öffnungszeiten

Besuch Antiquariat und Ausstellungen:

  • Juni bis September: Dienstag und Donnerstag 16.00 -18.00 Uhr und Sonntag 14.00 - 17.00 Uhr

An Veranstaltungstagen ab 1 Stunde vor Beginn oder für Gruppen auf Anfrage.