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Altenburg Georg Spalatin Reformator

2.  Reformation - das Flüstern Spalatins

Georg Spalatin behauptete: "Wenn ich nicht gewesen wäre, nimmer wäre es mit Luthero und seiner Lehr so weit kommen". Wenn Sie Spalatin noch nicht kennen, entdecken Sie ihn in Altenburg.

Skat- und Spielkartengeschichten(n)

Altenburger Wenzel, die Buben des Skats

Den Spielkarten begegnet man in Altenburg überall. Beim Bummel auf dem „Spielkartenerlebnispfad“ oder in Begleitung der Altenburger Herzdame, kann man die Geschichte und Entwicklung der Spielkarten und ihrer Herstellung auf amüsante Art und Weise erleben. Ein Höhepunkt ist der Besuch im Spielkartenmuseum im Schloss. Ein „Muss“ ist natürlich eine Kartentaufe mit Original Altenburger Spielkarten am Skatbrunnen. Zum Stöbern auch antiquarischer Karten lädt der Spielkartenladen am Markt 17 ein.

Locations

Auf dem Spielkartenerlebnispfad

Ein Tagesausflug auf den Spuren der Spielkarten in Altenburg:

  • 14 Uhr: Original Spielkarten im Spielkartenladen kaufen und sie anschließend im Glück bringenden Wasser des Skatbrunnens taufen.
  • 15 Uhr: Auf dem Spielkartenerlebnispfad zum Spielkartenmuseum im Residenzschloss spazieren, den Schlosspark und seine vier Museen in aller Ruhe entdecken.
  • 18 Uhr: Gemütlich auf dem Markt leckere Altenburger Spezialitäten genießen
  • und dann... immer Glück im Spiel haben!

Angebote

Altenburg Tourismus

Special für Reiseveranstalter: Altenburg - Stadt der Trümpfe

Sie wollten schon immer einmal Altenburg kennenlernen? Dann ist unser Klassiker rund um Spielkarten, Skat, Spezialitäten und 1000 Jahre Geschichte(n) genau das Richtige für Sie!
Altenburg Tourismus

200 Jahre Skat – 500 Jahre Spielkarten

Altenburg ist Deutschlands Spielkartenstadt und ein Muss für jeden Spielkartenspieler. Auf jeden Fall nicht vergessen: Taufen Sie Ihre Original Altenburger Karten für Glück im Spiel!
Residenzschloss

Führung im Schloss- und Spielkartenmuseum

Erleben Sie das herrschaftliche Ambiente während einer Führung durch die herzoglichen Räume, den Bach- und den Festsaal.
Altenburg Tourismus

Special für Gruppen: Stadtrundgang mit Kartentaufe

Während des begleiteten Stadtbummels durch die historische Altstadt, wünschen wir am Altenburger Skatbrunnen ein allseits "Gut Blatt" und taufen echt Altenburger Editionskarten für Glück im Spiel.
Altenburg Tourismus

Altenburg trumpft .....bei Skatfreunden für einen Tag

Altenburg die Stadt der Kartenmacher und des Skatspiels – was man als Skater immer schon mal erleben wollte.
Altenburg Tourismus

Altenburg trumpft....mit Kunst & Karten

Würden Sie gerne ganz in Ruhe ein wunderbares Bild von Sandro Botticelli oder Fra Angelico ansehen? Und dafür nicht im Louvre oder den Uffizien Schlange stehen. Unser Tipp: Altenburg
Altenburg Tourismus

Altenburg trumpft...rund um die Spielkarte

In Altenburg werden seit 1509 Spielkarten hergestellt, um 1813 erfand man das Skatspiel. Passionierte Spielkartenfreunde sollten unbedingt ein Wochenende in der Spielkartenstadt Altenburg erleben!
Altenburg Tourismus

Auf dem Spielkarten-Erlebnispfad

Der Spielkarten-Erlebnispfad führt Sie durch die Residenzstadt und lässt Sie hautnah die 500-jährige Spielkartengeschichte Altenburgs erleben.

Details

Spielkartengeschichte - ganz kurz

Der Weg der Karten war sicherlich weit und beschwerlich, vielleicht aus dem Orient, aber sie können auch aus Indien, China oder Persien auf ihre weltumspannende Erfolgstour gegangen sein. 1377 erreichen sie Florenz und nicht einmal 200 Jahre später hat Altenburg, mit seinen damals ca. 2500 Einwohnern, seinen eigenen Kartenmacher. Er hieß Heckendorff und produzierte 1509 die erste uns erhaltene Spielkarte.

Erst 1542 wird dann allerdings ein Christoff Heckendorf in der Altenburger Vorstadt Pauritz erwähnt. Wer weiß, unter welchen Umständen sich der erste Heckendorff durchs Leben schlagen musste, bevor er zu Wohlstand und Grundbesitz kam. Die Geschichte der Kartenmacher geht weiter durch die Jahrhunderte und aus den Akten sind bspw. die Namen Michael Heckendorf, Christian Hofmann und Johann Friedrich Pfeiffer bekannt.

1832 wird eine neue Dimension erreicht, da in diesem Jahr die Gebrüder Bechstein ihre Konzession zur Spielkartenherstellung erhalten. Der Durchbruch kommt 1840, als die Firma die Gewinnspanne erreicht. Bekannt für ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ab 1850 endet die Zeit der Kartenmacher endgültig und die Spielkartenherstellung wird zum Industriezweig.

In den folgenden Jahren bis nach dem II. Weltkrieg hatten die ASS Altenburger-Stralsunder Spielkartenwerke fast das Monopol der deutschen Spielkartenproduktion. Geschickt nutzten die Manager das Skatspiel, um Spielkartenfreunde inder Skatstadt zu Skatkongressen, Skatumzügen und großen Skatturnieren einzuladen.

Nach dem Krieg entstanden in beiden deutschen Staaten Spielkartenfabriken. Bei Stuttgart und weiterhin, aber als VEB in Altenburg. Nach der deutschen Wiedervereinigung und einem Rechtsstreit um die Nutzung des Namens, den die Altenburger verloren, wurde die Altenburger Fabrik mehrmals verkauft. Heute ist sie als Tochter des Branchenriesen Carta Mundi wieder dominant in Deutschland. Nicht nur Spielakrten, sondern z.B. auch Karten für Monopoli werden in Altenburg hergestellt. Insgesamt jährlich über 40 Millionen Spiele!.

Die Spielkartenfabrik unterstützte schon in den 1920iger Jahren den Aufbau des Spielkartenmuseums im Schloss. Leider verschwand die umfangreiche Sammlung in russische Museen. Seit 1990 entsteht wieder eine interessante Sammlung, die Spielkarten aus 5 Jahrhunderten und 5 Kontinenten in einer Dauerausstellung sowie wechselnde Sonderausstellungen zeigt.

Im Spielkartenladen am Markt werden neben einer Vielfalt modererner Spielakrten und Zubehör auch antiquarische und Altenburger Editionskarten angeboten. Jeden Donnerstag kann man hier 14 Uhr "Spielkartengechichten" im Rahmen des offenen Gästeprogramms erleben. 

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Über das Skatspiel - eine Entwicklungsgeschichte

Der Name Skat ist viel älter als das Skatspiel selbst, das 1813 "erfunden" wurde. Schon im italienischen Tarockspiel werden die beiseite gelegten Karten als Skat bezeichnet, was auch der sprachlichen Bedeutung im Italienischen entspricht: scartare - weglegen. Zum ersten Mal findet man das Wort "Scat" 1813 in der Spielekladde der "Brommeschen Spielerunde", erst 1818 wird das Skatspiel in den "Osterländischen Blättern" erwähnt, die von Friedrich Ferdinand Hempel in Altenburg herausgegeben wurden.

Er hat mit einigen Freunden, dem Medizinalrat Dr. med. Schuderoff, dem Lexikonverleger Brockhaus und dem Ratskopisten Neefe, um nur die Bekanntesten zu nennen, das Skatspiel allmählich entwickelt. Carl Neefe führte 1817 die Spitzen- oder Matadorenrechnung ein und schuf damit die Grundlage für das beim Skatspiel typische Reizen. In der ersten Zeit des öfteren neben dem Tarock gespielt.

Da man es zu dritt spielte, blieben von den 32 Blatt der Schafkopfkarte zwei Karten übrig, die der Kartengeber als elftes und zwölftes Blatt erhielt. Er wurde damit immer Alleinspieler, ohne Rücksicht darauf, ob er seiner Karte nach Gewinnchancen hatte oder nicht. Auch die Wahl der Trumpffarbe lag nicht in seinem Ermessen, denn am Anfang der Entwicklung des Skatspiels waren zwar die Buben ständige Trumpfkarten, man kannte aber auch eine ständige Trumpffarbe, und zwar Karo. Als einzige Vergünstigung konnte der Kartengeber als Alleinspieler zwei Karten, die ihm nicht in sein Spiel passten, als Skat weglegen.

Später wurde die Trumpffarbe nach der Karte, die nach dem Abheben als unterste lag, bestimmt. So bekam der Kartengeber, der ja Alleinspieler war, zumindest eine Trumpfkarte in die Hand. Da bei dieser Festlegung der Alleinspieler die meisten Spiele verlor, ging man dazu über, es dem Spieler selbst zu überlassen, ob er Alleinspieler sein wollte oder nicht.

Das führte zwangsläufig dazu, die überzähligen zwei Karten schon, beim Kartengeben beiseite zu legen, um sie dem Alleinspieler zu überlassen, der selbstverständlich wieder zwei unpassende Karten »drücken« musste. Trumpffarbe wurde jetzt die unterste Skatkarte. Die Frage an die Spieler, ob sie das Spiel machen wollten, wurde in der Reihenfolge Vorhand, Mittelhand, Hinterhand gestellt. (Text: Gerd Matthes)

Skatsprüche

  • Es liegt im Namen ALTENBURG, der Skatstadt, schon: Des ALTEN BURG. Laß es auch deine Hochburg sein, kaufst du ein neues Skatspiel ein.
  • Wandere, Karte, du hinaus, allen Skatern in das Haus, - suche sie und werbe viel für das edle Wenzelspiel.
  • Überall in allen Stuben triffst du Altenburger Buben, siehst du flott an allen Tischen Altenburger Karten mischen!
  • Den Nachteil hat die Vorhand eben, daß sie... zum nächsten Spiel muß geben.
  • Wer bloß auf Gelderwerb ist aus, den werfe man zum Tempel raus.
  • Manch Spieler triumphierend grient, wenn einer pennt und nicht bedient.
  • Das Skatspiel ist so attraktiv, weil jedem geht mal etwas schief.
  • Für manchen Skater wie ein Schwur, wenn er sich fragt: Wie konnt´ ich nur.
  • Gieb gut! Die Spieler, sie erwarten von dir zum Grand die richt´gen Karten.
  • Beim Kartenspiel verwünscht man meist den Vogel, welcher Kiebitz heißt.
  • Nenn´s Unter, Buben, Wenzel, Knaben – ein Unglück bleibt´s, sie nicht zu haben.
  • Der Profi liebt das schnelle Spiel, der Anfänger ringt um sein Profil.
  • Man merkt schon in der Anspielphase, wer sich erweist als alter Hase.
  • Beim Skatspiel da vermeide jede auch noch so schöne Leichenrede.
  • Oft geht mit 7 Matadoren in Mittelhand ein Spiel verloren.
  • Die beiden Alten und vier Daus, in Vorhand sicher geht nach Haus.
  • Mit Elfen ist ein teures Spiel, zumal in Eicheln zählt es viel.
  • „Den ganzen Abend nichts wie Passen!“ Im Pech muß man sich männlich fassen.
  • Ein Reiz des Skatspiels ist das reizen, Mauern straft übertriebenes Geizen.
  • Mit blankem As ein Null ouvert, ja schon ein einfach Null, geht schwer.
  • Oft läßt sich durch geschicktes Schneiden der Schneider oder Schwarz vermeiden.
  • Man wünscht sich stets ein gutes Blatt, ein Glück, wenn man es häufig hat.
  • Und denk daran, auch du kamst mal nicht gleich als As ins Spiellokal.
  • Man kann sehr leicht mit Daus und Zehn, mit Damen nicht auf Dörfer gehen.

 

Deutscher Skatverband und Internationales Skatgericht

Der Sitz des Deutschen Skatverbandes e.V. (DSKV) befindet sich in Altenburg. Mitglieder und interessierte Spieler können die Büroräume am Markt (über der Commerzbank) zu Bürozeiten aufsuchen.

Das Präsidium des DSKV und das Internationale Skatgerichts tagen mehrmals im Jahr in Altenburg.

Aus der Geschichte des DSKV

1886
Kongress in Altenburg anlässlich einer Industrieausstellung mit Skatturnier. Beschlossen wird eine "Allgemeine Deutsche Skatordnung“. Ca 1000 Teilnehmer. Die Gründung eines Verbandes erfolgt nicht, weil man die Differenzen zwischen dem Altenburger Farbenreizen und dem Leipziger Zahlenreizen nicht lösen kann.

1887
II. Kongress in Leipzig. "Deutsche Skatzeitung" wird von Robert Fuchs herausgegeben.

1899
III. Kongress am 12.3. in Halle an der Saale. Gründung des Deutschen Skatverbandes mit Sitz in Altenburg. Gespielt wird mit Farbenreizen, aber das Zahlenreizen soll bestehen bleiben. “Deutsche Skatzeitung“ wird Mitteilungsblatt.

1903
VI. Kongress in Altenburg, Festsetzung der Werte für die Nullspiele. Einweihung des Skatbrunnens, gestiftet von Apotheker Albert Steudemann, entworfen vom Münchner Architekten Professor Ernst Pfeiffer unter Mithilfe des Malers Otto Pech (alias Otto Pix)

1928 
XII. Kongress in Altenburg - Die "Neue Deutsche Skatordnung" (NeDeSka) von Richard Burkhardt wird beschlossen. Turnier wird als "Skatolympiade" bezeichnet.

1950 
Neuanfang nach dem Krieg. Franz Laudan benennt Bremen als "Westzonensitz". Im November findet der XV. Kongress in Bielefeld statt. Erich Fuchs (Altenburg) bleibt weiterhin Präsident. Es werden Landesverbände eingerichtet: Nord, West, Süd, Ost. Jährlich finden “offene“ Deutsche Meisterschaften, wie heute der Deutschlandpokal, statt.

1953 
Umzug des Präsidenten nach Bielefeld. Verlegung der Verbandsleitung. Landesverbände werden wieder aufgelöst. Dafür entstehen regional Verbandsgruppen. Im Osten wacht ein Skataktiv über die Skatordnung. Ansonsten werden offene Turniere durchgeführt.

2002
XXVIII. Kongress in Papenburg: Rückverlegung des Verbandssitzes nach Altenburg/Thüringen. Feier 75 Jahre Skatgericht in Altenburg. Polen ausgetreten. (Text DSKV)

Internationales Skatgericht


Es ist für jeden Skatspieler möglich, seine Fragen an die Richter des Skatgerichts zu stellen, die diese dann schriftlich beantworten oder zu einer der Sitzungen des Gerichts mitnehmen und mit ihren Kollegen entscheiden.

Das Deutsche Skatgericht wurde 1927 in Altenburg gegründet. Anfangs bestand es aus 3 Mitgliedern, dann 5 und im Zuge der Wiedervereinigung wurde es im Jahr 1990 auf 7 Mitglieder aufgestockt. Die Geschicke wurden von 1928-1935 von Robert Fuchs, bis 1934 von Rudolf Portal, bis 1958 von Erich Fuchs, bis 1962 von Otto Hild, bis 1981 von Hans Fabian, bis 1999 von Helmut Schmidt und danach von Peter Luczak geleitet.

Bis 1978 waren es 3 Mitglieder, danach bis 1990 5 Mitglieder und ab der Wiedervereinigung Deutschlands dann 7 Mitglieder. Im Jahr 2000 kamen 2 Mitglieder der ISPA hinzu. Von 1963 bis 1990 gab es in der damaligen DDR das Altenburger Skatgericht. Hier war bis 1985 Rudi Gerth, Vorsitzender, danach übernahm Hans Jäschke. Das Internationale Skatgericht besteht  somit aus 7 Mitgliedern des Deutschen Skatverbands und aus 2 Mitgliedern der ISPA. (Text DSKV)

 

Altenburger Spielkartenfabrik


Nach der Übernahme im Jahre 1874 durch Artur Pleißner und Theodor Gutmann erfolgt die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Aber Carl Schneider ist nochmals Privatbesitzer, bis dann 1897 die Vereinigte Stralsunder Spielkartenfabrik AG die Firma käuflich erwirbt.

Carl Schneider bleibt weiterhin Geschäftsführer. Nach dem Umzug 1926 aus der Wenzelstrasse in die Leipziger Strasse verbesserten sich sicherlich die Bedingungen für die Produktion. Bis 1931 bekannt: Vereinigte Stralsunder Spielkartenfabrik AG Abt. Altenburg vormals Schneider & Co. Ab 1931 befindet sich der Sitz der Firma nun in Altenburg. Und so gibt es bis 1945 nun diesen Namen: Vereinigte Altenburg und Stralsunder Spielkartenfabriken AG.

Ab 1947 bekannt als Altenburger Spielkartenfabrik. Nach der Wende privatisiert die Treuhand die Spielkartenfabrik und verkauft sie an F. X. Schmidt und 1996 erfolgt die Übernahme durch Ravensburger. Nach der Niederlage vor Gericht im Jahre 1996 um einen Namensstreit, lautete nun der neue Name: Spielkartenfabrik Altenburg GmbH.

Heute im Besitz der Firma „Carta mundi“, ist das Werk zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor der Region geworden, der 160 Menschen beschäftigt. Eine Besichtigung ist nicht möglich.

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